
Am Montag, 8. Juni um 19:30 Uhr trafen sich etwa 50 Interessierte zum Info- und Gesprächsabend zur neuen Enzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV im Pfarrsaal von St. Martinus in Sankt Augustin-Niederpleis. Künstliche Intelligenz verändert schon heute unseren Alltag, unsere Kommunikation und unsere Gesellschaft. Das war im Vorfeld sicher schon vielen Besucherinnen und Besuchern klar. Eine Abfrage über Mentimeter machte deutlich, welche Themen die Teilnehmenden mit KI verbinden. Jedoch interessierte nun vor allem, wie Papst Leo in seiner neuen Enzyklika „Magnifica humanitas“ über den Schutz des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz dieses Thema befragt.

Die Referentin des Abends, Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre und Sozialethik an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stellte in einem Vortrag die zentralen Gedanken der Enzyklika vor. Folgende Themen behandelte der Vortrag: 1. Einordnung der Enzyklika und ihres Themas, 2. KI und technologische Entwicklung unter Würde-Perspektive, 3. Würde als Maßstab, 4. Würde unter Druck, 5. Fazit: Zuversicht als Programm.
Fazit ist, dass die Enzyklika kein Untergangsszenario zum Thema KI formuliert, sondern als ein Dokument der Zuversicht mit wachsamen Augen verstanden werden kann. In diesem Sinne ist auch das Zitat aus Tolkiens „Herr der Ringe“ zu verstehen: „Doch unsere Sache ist es nicht, die Welt durch alle Zeiten zu steuern, sondern in den Jahren, auf die wir beschränkt sind, zu tun, was wir können, um das Übel auf den uns bekannten Feldern auszujäten, damit jene, die nach uns kommen, einen guten Boden vorfinden.“
In einer anschließenden Gesprächsrunde gab es viele Fragen zur Entstehung der Enzyklika, den Inhalten, den Reaktionen auf die Enzyklika und vor allem eine rege Diskussion zu einem kritischen und verantwortlichen Umgang mit KI.
Verantwortlich für den Beitrag: Andreas Würbel, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates