Erzbischof Paulus Budi Kleden zu Gast in Sankt Augustin: „Mensch sein ist, was uns verbindet“

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Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD sprach in der Gemeinde St. Maria Königin in Sankt Augustin.

Paulus Budi Kleden, Erzbischof von Ende (Indonesien), ist Steyler Missionar. Er ist zu Gast in Sankt Augustin, um am 7. Juni drei unserer Mitbrüder zu Priestern zu weihen. Am Freitag war er zum Gespräch in Sankt Augustin eingeladen.

Dort stellte er sein Heimatland Indonesien und sein Bistum Ende auf der Insel Flores vor. Erzbischof Budi Kleden beschrieb die politische, wirtschaftliche und ökologische Lage. Politischer Zentralismus verhindere, dass in den Regionen Indonesiens vor Ort die richtigen Weichen gestellt werden, um der zunehmenden Armut und der Zerstörung der Umwelt entgegenzuwirken. Hier stehe die Kirche in der Pflicht, ihre Stimme zu erheben.

„Mensch sein ist, was uns verbindet“

„Es gibt auch bei uns Stimmen, die sagen, die Aufgabe der Kirche sei am Altar und nicht darin, Menschenrechte einzufordern oder die Politik zu kritisieren“, sagte der Erzbischof im Gespräch mit Moderator Andreas Würbel. „Wenn wir unsere Stimme erheben, tun die Verantwortlichen nicht gleich, was wir ihnen sagen. Doch es ist nicht umsonst. Zumindest müssen sie auf uns eingehen und uns zusichern, zu tun, was sie können.“ Er fügte hinzu: „Als Christen müssten wir doch sehr bedauern, wenn wir schweigen würden. Wer etwas sieht, aber nicht den Mund aufmacht, wird von seinem Gewissen verfolgt.“

Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD sprach in der Gemeinde St. Maria Königin in Sankt Augustin.

Zum Verhältnis der Religionen in Indonesien, einem Land, in dem die Mehrheit der Menschen muslimischen Glaubens ist, sagte Erzbischof Budi Kleden: „Mensch sein ist, was uns verbindet. Man lacht mit dem, der lacht. Man weint mit dem, der weint. Man hilft dem, der Hilfe braucht. Nicht nur zwischen Christen und Muslimen, auch untereinander sollten wir das. Denn auch Gottes Wort ist Mensch geworden, um unter uns die Liebe zu leben.“

Eine interessante Perspektive boten die Schilderungen des Erzbischofs von einer in kleinen Basisgemeinden organisierten Kirche, die vom Engagement und den Beiträgen der Gläubigen lebt, ohne dass es eine Kirchensteuer gibt. Schon seit 40 Jahren sei die synodale Zusammenarbeit der Laien, der Ordenspriester und der Diözesen ein Quell immer neuer guter Ideen, um Probleme des gemeinsamen Alltags anzugehen. Dazu gehöre der Mut, sich auf Veränderungen einzulassen. „Veränderung macht immer Angst, aber es lohnt sich, diese Angst zu überwinden“, sagte Erzbischof Budi Kleden.

Am Ende des Vortrags und der Gesprächsrunde mit den zahlreich erschienenen Gästen im Gemeindesaal bedankte sich Marie-Therese Scheja im Namen des Sachausschusses Mission Entwicklung Frieden des Pfarrgemeinderats bei Erzbischof Budi Kleden mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Heinz-Willi Schäfer überreichte im Namen des Kirchengemeindeverbands einen Scheck in Höhe von 500 Euro, um die karitative und ökologische Projektarbeit der Erzdiözese Ende zu unterstützen.

Mitbrüder, Ordensschwestern und Freunde aus Indonesien sangen gemeinsam ein Begrüßungslied.

Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD sprach in der Gemeinde St. Maria Königin in Sankt Augustin.
Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD sprach in der Gemeinde St. Maria Königin in Sankt Augustin.
Marie-Therese Scheja bedankte sich im Namen des Sachausschusses Mission Entwicklung Frieden des Pfarrgemeinderats bei Erzbischof Budi Kleden mit einer kleinen Aufmerksamkeit.
Heinz-Willi Schäfer überreichte im Namen des Kirchengemeindeverbands einen Scheck in Höhe von 500 Euro, um die karitative und ökologische Projektarbeit der Erzdiözese Ende zu unterstützen.

Verantwortlich für den Beitrag: Sebastian Quillmann, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Steyler Missionare e.V., 53757 Sankt Augustin