21. Dezember 2020 – Im Stall zu Betlehem
Es war schon spät am Abend, als Maria und Josef an dem kleinen Stall draußen auf dem Feld vor den Toren von Bethlehem ankamen.
Maria und Josef waren froh über das Quartier bei Waldemar und Wladomir im Stall.
So hatten sie doch wenigstens ein Dach über dem Kopf, und Maria konnte sich im Stroh ausruhen.
„Das Kind wird bald kommen, Josef, sagte Maria, „ich spüre es ganz deutlich.”
„Mach dir keine Sorgen. Wir haben alles vorbereitet, und wenn wir Hilfe brauchen,
so ist Betlehem nicht weit.
Außerdem habe ich hier ganz in der Nähe die Lagerfeuer von Hirten gesehen.
Wir sind also nicht allein”, beruhigte sie Josef.
„Na, das kann ja aufregend werden, wenn die Frau hier ihr Kind bekommt”, flüsterte Waldemar, der Esel, und Wladomir, der Ochse, nickte nur.
Während Josef nun für Maria Decken auf dem Stroh ausbreitete, kam vom Dach ein Geräusch wie Flattern und Flügelschlag.
„Huhu, huhu!” hörten sie. Da ließ sich auf dem Balken direkt vor Wladomirs Nase Eulalia, die Eule, nieder. „Ach”, stöhnte sie ganz außer Atem, „diese langen Reisen sind nichts mehr für mich. Meine Flügel, meine Flügel tun mir weh. Aber was tut man nicht alles, um das Kind zu sehen. Wo ist es? Ist es schon geboren?”
„Wer?” – „Was?” Waldemar und Wladomir waren erstaunt.
„Na, das Kind. Es muss hier sein. Oder sollte ich mich verflogen haben? Aber der Stern steht doch direkt über diesem Stall.”
„Ein Stern? Über unserem Stall?” Waldemar und Wladomir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Aber noch ehe sie etwas Genaueres erfahren konnten, hörten sie aus der Ecke des Stalles, wo die Bretterwand schon ein wenig brüchig war, eine andere Stimme: „Wo ist es? Das Kleine wird sich riesig freuen, mich zu sehen. Was schaut ihr so verdutzt? Bin ich etwa zu spät? Habe ich alles verpasst?”
Natürlich war das Evelin, die Schnecke, die gerade ankam und es nun nicht mehr erwarten konnte, endlich das Kind zu sehen. Aber diesmal war sie tatsachlich zu früh gekommen. „Kann mir einer erklären, was hier los ist? Kommen da noch mehr?”, brummte Wladomir düster. Die ganze Angelegenheit wurde ihm zu undurchsichtig.
„Seid ihr denn die Einzigen, die nicht wissen, was geschehen soll?”, fragte Eulalia ungläubig. „Ja, habt ihr denn nicht den Stern gesehen? Er leuchtet direkt über dem Stall.” Verständnislos schaute Evelin auf Waldemar und Wladomir. – „Nein, wir wissen von nichts.”
„Wir kommen von weit her, nur um das Kind zu sehen. Wir überbringen Grüße und Geschenke, denn alle Tiere freuen schon auf das Kind. Und ihr wisst von nichts?” Eulalia war fassungslos. „Seit undenklichen Zeiten warten alle auf dieses Kind, seit Tausenden von Jahren. Dieses Kind wird unser Retter sein, der uns beschützt vor Streit und Krankheit und Tod. Bei ihm sind wir geborgen. Bei ihm wird uns nichts Böses geschehen. Er sorgt sich um uns. So lautet die Verheißung.
In diesen Tagen löst Gott sein Versprechen ein, das er der Welt gegeben hat.”

Stalldach
Gepunktete Linien falzen, ausmalen und ausschneiden. An der Mittelfalz knicken und die beiden Dachseiten aufeinander kleben.
Vorderen Dachbalken entlang der Falz im rechten Winkel nach unten klappen, Seitenbretter entlang der Falz im rechten Winkel nach oben klappen und an dem oberen Rand der Stallrückwand festkleben, nachdem das Dach auf den Stall gesetzt wurde.
Dabei bildet der vordere Dachbalken entlang der Falz im rechten Winkel nach unten geklappt von Vorne gesehen eine haltgebende Blende.