Bittgebet in der Corona-Pandemie

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Gemeindereferent Helmut Alenfelder hat in diesen Tagen der Corona-Krise ein Bittgebet verfasst. Es nimmt die Sorgen auf, stärkt und gibt zugleich auch Zuversicht.

Bitt-Gebet

Wir tragen Mund- und Nasenschutz.
Das schützt uns und andere.
Aber wir wollen auch Luft holen und zu Atem kommen.
Gütiger Gott, wir bitten,
gib uns den langen Atem in diesen schwierigen Zeiten.

Wir halten Abstand voneinander: 1,5 oder 2 Meter oder mehr.
Das schützt uns und andere.
Aber wir suchen und brauchen Nähe.
Jesus hat sogar Aussätzige berührt und geheilt.
Gütiger Gott, wir bitten,
schenke uns Phantasie und neue Formen der Nähe miteiander.

Wir desinfizieren uns ständig die Hände.
Das schützt uns und andere.
Aber wir warten auf die tröstende Berührung und den Handschlag zur Begrüßung.
Gütiger Gott, wir bitten,
laß uns neue Wege der Freundlichkeit und Mitmenschlichkeit finden und einüben.

Wir verzichten auf Chor-Gesang und das gemeinsame Musizieren.
Das schützt uns und andere.
Aber uns fehlen die Melodien, die die Seele berühren, wenn wir mitsingen.
Gütiger Gott, wir bitten,
laß unsere Augen leuchtend überquellen
und unsere Gesichter strahlen vor Gesang voll von Harmonien.

Wir treffen uns im Internet, am Telefon oder schreiben E-Mails und Briefe.
Das schützt uns und andere.
Aber wir sehnen uns nach dem Lächeln eines Gegenübers
ohne technische Hilfsmittel.
Gütiger Gott, wir bitten,
gib uns tröstende Worte ins Herz und auf die Zunge und Gesten der Ermutigung.

Denn Dein Versprechen gilt.
»Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.« (Evangelium des Matthäus, Kapitel 28, Vers 20)

© Helmut Alenfelder